"Ich brauche keine Papiere/Ahnentafel, ich will doch nicht züchten!"

Nun ja, da man diese Aussage als Züchter leider viel zu oft zu Ohren bekommt, möchte ich hierzu etwas erklären:

Viele Menschen denken, dass man Papiere nur zum Züchten benötigt. Die Ahnentafel steht allerdings noch für viel mehr! Das Dokument an sich ist nicht besonders teuer (rund 20€, je nach Verein), doch das was dahinter steckt, spiegelt den Aufwand und die Kosten und natürlich die Wichtigkeit wieder! Zum Einen ist es ein Nachweis, dass der Hund wirklich reinrassig ist. Außerdem ist es ein Nachweis dafür, dass über Generationen nur untersuchte und zur Zucht zugelassene Hunde verpaart wurden. Ein Vereinszüchter bekommt für seine Welpen erst dann Ahnentafeln, nachdem der Wurf von einem Zuchtwart oder Tierarzt abgenommen wurde. Somit wurden die Welpen bereits von einem "Außenstehenden" begutachtet, bevor ein Züchter diese als "Welpen mit Ahnentafeln" veräußern kann. Zur Zucht dürfen nur Tiere zugelassen werden, die bestimmte Voraussetzungen zur Zucht erfüllen.

Hierzu gehören gesundheitliche Voraussetzungen (Pflichtuntersuchungen vom Tierarzt), optische Voraussetzungen(ist der Hund rassetypisch) und natürlich muss auch das Wesen des Hundes stimmen. Dies alles wird von einem Zuchtwart vor Erteilung der Zuchttauglichkeit geprüft. Erst dann darf ein Vereinszüchter den Hund zur Zucht einsetzen. Man kann außerdem Farben und Ahnen sehr weit zurückverfolgen, wodurch Fehlverpaarungen und Inzucht vermieden werden kann. Viele Vermehrer ("Züchter" ohne Papiere - ja, ich bezeichne diese als Vermehrer, weil es unbedachtes Verpaaren ist und das definiere ich als Vermehren) behaupten natürlich auch, dass deren Hunde untersucht und gesund sind. Doch wer überprüft dies? Sagen kann man immer viel. Mit Sicherheit gibt es auch gesunde Hunde von einem solchen "Züchter", Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Natürlich ist auch eine Ahnentafel keine Garantie für einen gesunden Hund. Schwarze Schafe gibt es überall, genauso wie nicht mal der beste Züchter der Welt in seine Hunde und deren Genetik reinschauen kann. Auch als seriöser Züchter kann man nur mit bestem Wissen und Gewissen handeln, allerdings sind bei einem Tier aus gesunden und untersuchten Elterntieren zumindest mal die wichtigsten Grundlagen für eine gesunde Enwticklung gegeben.

An dieser Stelle noch weitere Tipps, um einen seriösen Züchter aus der Masse "herauszufiltern": Im Idealfall (ab 3 zuchtfähigen Hündinnen Pflicht), hat der Züchter seine Zucht beim Veterinäramt angemeldet und ist von diesem nach §11 geprüft worden.

Auch hier gilt: Erzählen kann jeder viel. Lassen Sie sich die Dokumente zeigen. Scheuen Sie sich nicht vor der Frage, ein ordentlicher Züchter zeigt diese mit Sicherheit gerne vor!  

 

..:: Back ::..